Gesetzliche Pflicht seit 2013

Psychische Gefährdungs­beurteilung – verstehen, umsetzen, kostenlos starten

Was Sie als Arbeitgeber wissen müssen, wie Sie die GB Psych rechtskonform umsetzen und warum branchenspezifische Fragebögen den Unterschied machen.

80 %
der Unternehmen haben keine oder eine unzureichende GB Psych
21,3
Fehltage pro Beschäftigtem durch psychische Erkrankungen (BKK, 2024)
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Grundlagen

Was ist die psychische Gefährdungsbeurteilung?

Die psychische Gefährdungsbeurteilung (GB Psych) ist die systematische Ermittlung und Bewertung von Arbeitsbedingungen, die zu psychischen Belastungen führen können. Sie ist kein Persönlichkeitstest und keine Diagnose – sondern eine Bestandsaufnahme der Arbeitsgestaltung.

Anders als bei der klassischen Gefährdungsbeurteilung (Lärm, Gefahrstoffe, Ergonomie) geht es hier um Faktoren wie Arbeitsmenge, Zeitdruck, Handlungsspielraum, soziale Beziehungen und Führungsverhalten. Diese Faktoren beeinflussen nachweislich Krankenstand, Fluktuation und Leistungsfähigkeit.

Warum branchenspezifische Fragebögen den Unterschied machen

Standardfragebögen sind branchenblind. Ein Fragebogen für ein Industrieunternehmen erfasst weder die emotionale Belastung durch schwierige Elterngespräche in der Kita noch den Umgang mit schwerkranken Patienten in der Arztpraxis. Branchenspezifische Instrumente liefern präzisere Ergebnisse und damit bessere Handlungsgrundlagen.

Deshalb hat GoodWork drei spezialisierte Assessments entwickelt: für Kindertageseinrichtungen (11 Kategorien, 65 Fragen), für Arztpraxen (9 Kategorien, 46 Fragen) und für KMU (10 Kategorien, 61 Fragen). Alle drei sind kostenlos nutzbar – direkt hier auf dieser Seite.

Schritt für Schritt

So setzen Sie die psychische Gefährdungsbeurteilung um

Die GDA empfiehlt einen strukturierten Prozess in sieben Schritten. Die ersten drei Schritte können Sie mit den kostenlosen GoodWork-Assessments direkt hier starten.

1

Tätigkeitsbereiche festlegen

Welche Gruppen gibt es? In einer Kita z. B.: Erzieher:innen, Leitungskräfte, Ergänzungskräfte. In einer Arztpraxis: MFA, Verwaltung, medizinisches Fachpersonal.

2

Psychische Belastungen ermitteln

Der zentrale Schritt: Daten erheben. Die GoodWork-Assessments nutzen branchenspezifische Fragebögen mit 5-Punkt-Skala und erfassen bis zu 11 Belastungskategorien.

3

Belastungen beurteilen

Die Ergebnisse auswerten und interpretieren. Die automatische Auswertung liefert Kategorien-Scores mit Ampelsystem und kontextbezogenen Interpretationen.

4

Maßnahmen entwickeln

Auf Basis der Ergebnisse konkrete Verbesserungen planen – priorisiert nach Dringlichkeit. GoodWork generiert branchenspezifische Handlungsempfehlungen.

5

Maßnahmen umsetzen

Verantwortliche benennen, Zeitrahmen festlegen, Ressourcen bereitstellen. In der GoodWork-Strategieapp werden Maßnahmen als konkrete Ziele nachverfolgt.

6

Wirksamkeit kontrollieren

Nach einem angemessenen Zeitraum erneut messen: Haben sich die kritischen Bereiche verbessert? Im GoodWork-Ökosystem werden Ergebnisse historisch gespeichert — so wird der Zusammenhang zwischen Maßnahmen und Kennzahlen wie Krankenstand und Fluktuation sichtbar.

7

Dokumentieren und aktualisieren

Alle Schritte revisionssicher festhalten. Die GoodWork-Reports sind als Dokumentation verwendbar und als PDF exportierbar.

Das GoodWork Ökosystem

Vom Einzelcheck zum fortlaufenden Monitoring

Eine einmalige Erhebung zeigt den Status quo — aber psychische Belastungen verändern sich mit Teamdynamik, Personalwechsel und organisatorischen Umbrüchen. Deshalb ist die GB Psych kein Einmalprojekt, sondern ein fortlaufender Prozess.

Durch die Einbindung des Assessments in das GoodWork-Ökosystem wird genau das möglich: Die Ergebnisse fließen in die Strategieapp, in der Maßnahmen geplant, delegiert und nachverfolgt werden. Regelmäßige Wiederholungen machen Entwicklungen sichtbar — und Kennzahlen wie Krankenstand und Fluktuation werden messbar beeinflussbar.

GoodWork 360 Siegel — Zertifiziertes Unternehmen

Das GoodWork 360 Siegel

Teams und Organisationen, die das GoodWork Assessment erfolgreich absolvieren und den Maßnahmenprozess durchlaufen, erhalten das GoodWork 360 Siegel — Zertifiziertes Unternehmen. Ein sichtbares Qualitätsmerkmal für systematische Gesundheitsförderung und attraktive Arbeitsbedingungen. Für Ihre Website, Stellenanzeigen und Außenkommunikation — damit Bewerber:innen, Eltern, Patient:innen und Geschäftspartner:innen sehen: Hier wird psychische Gesundheit ernst genommen.

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Psychische Gefährdungsbeurteilung – jetzt durchführen

Wählen Sie Ihre Branche und starten Sie die anonyme Befragung. Die Auswertung erfolgt automatisch mit Kategorien-Scores, Interpretationen und konkreten Handlungsempfehlungen.

Psychische Gefährdungsbeurteilung – Kindertageseinrichtungen

11 Kategorien | 65 Fragen | ca. 15 Minuten | Anonym

Allgemeine Angaben

Bewertungsskala: 1 = trifft überhaupt nicht zu  |  2 = trifft eher nicht zu  |  3 = teils/teils  |  4 = trifft eher zu  |  5 = trifft voll und ganz zu  |  n.z. = nicht zutreffend

Offene Fragen

Auswertungsbericht

Psychische Gefährdungsbeurteilung – Kindertageseinrichtungen

Nächste Schritte: Vom Ergebnis zum GoodWork 360 Siegel

Die GoodWork-Strategieapp begleitet Sie von der Erhebung über die Maßnahmenplanung bis zur Wirksamkeitskontrolle – für eine vollständige, rechtskonforme GB Psych. Durch regelmäßige Wiederholungen machen Sie Entwicklungen sichtbar und beeinflussen Krankenstand und Fluktuation messbar.

Absolvieren Sie den vollständigen Prozess und sichern Sie sich das GoodWork 360 Siegel — das sichtbare Qualitätsmerkmal für Ihre Organisation.

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Häufige Fragen

FAQ zur psychischen Gefährdungsbeurteilung

Ja, und zwar für jeden Arbeitgeber in Deutschland – unabhängig von Betriebsgröße oder Branche. Die Rechtsgrundlage ist § 5 Abs. 3 Nr. 6 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG). Die Pflicht besteht seit der Novellierung von 2013. Auch Kita-Träger, Arztpraxen und Kleinunternehmen mit wenigen Beschäftigten sind betroffen.
Die Gewerbeaufsicht kann Bußgelder verhängen. Gravierender wird es bei Arbeitsunfällen oder Berufskrankheiten: Fehlt eine dokumentierte GB Psych, kann der Arbeitgeber haftungsrechtlich in die Verantwortung genommen werden. Berufsgenossenschaften prüfen die Dokumentation zunehmend. Auch der Betriebsrat hat ein Mitbestimmungsrecht und kann die Durchführung einfordern.
Das Gesetz schreibt keine feste Frist vor. Die GB Psych muss jedoch bei wesentlichen Veränderungen der Arbeitsbedingungen aktualisiert werden. In der Praxis hat sich ein Rhythmus von 1–2 Jahren bewährt, um die Wirksamkeit eingeleiteter Maßnahmen zu überprüfen.
Ja. Das ArbSchG schreibt keine bestimmte Methode vor – entscheidend ist methodische Nachvollziehbarkeit, Beteiligung der Beschäftigten und Dokumentation. Die kostenlosen GoodWork-Assessments bieten validierte, branchenspezifische Fragebögen mit automatischer Auswertung.
Die GDA definiert vier Kernbereiche: Arbeitsinhalt, Arbeitsorganisation, soziale Beziehungen und Arbeitsumgebung. Die GoodWork-Assessments gehen darüber hinaus: In Kitas z. B. Elternarbeit, Lärm/körperliche Belastung und pädagogische Rahmenbedingungen. In Arztpraxen: Patientenkontakt, emotionale Anforderungen. In KMU: Digitalisierung, Führungskultur und Anerkennung.
Eine Mitarbeiterbefragung misst Zufriedenheit – die GB Psych analysiert Arbeitsbedingungen. Der Fokus liegt auf strukturellen Faktoren: Wie ist die Arbeit organisiert? Welche Belastungen ergeben sich? Welche Maßnahmen kann der Arbeitgeber ergreifen? Die GB Psych hat eine rechtliche Grundlage und erfordert systematische Dokumentation.
Ja. Die GoodWork-Assessments erheben keine personenbezogenen Daten. Es werden lediglich Tätigkeitsbereich, Beschäftigungsdauer und -umfang als Kontextinformationen abgefragt. Alle Antworten werden anonymisiert ausgewertet.
Der Selbst-Check deckt die Schritte 1–3 ab: Tätigkeitsbereiche festlegen, Belastungen ermitteln und beurteilen. Für eine vollständige GB Psych sind zusätzlich Maßnahmenableitung, Umsetzung, Wirksamkeitskontrolle und Dokumentation erforderlich. Die GoodWork-Strategieapp begleitet den gesamten Prozess.
Das GoodWork 360 Siegel erhalten Teams und Organisationen, die das GoodWork Assessment erfolgreich absolvieren und den Maßnahmenprozess in der Strategieapp durchlaufen. Es ist ein sichtbares Qualitätsmerkmal für systematische psychische Gesundheitsförderung am Arbeitsplatz. Das Siegel signalisiert Bewerber:innen, Eltern, Patient:innen und Geschäftspartner:innen, dass psychische Belastungen aktiv und nachhaltig adressiert werden.
Ja. Durch die Einbindung in das GoodWork-Ökosystem fließen Assessment-Ergebnisse in die Strategieapp und werden dort historisch gespeichert. Bei jeder Wiederholung sehen Sie, wie sich einzelne Kategorien entwickeln — und ob eingeleitete Maßnahmen wirken. So werden Kennzahlen wie Krankenstand und Fluktuation messbar beeinflussbar.

Von der Bestandsaufnahme zum GoodWork 360 Siegel

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